Grundlagen der BWL und VWL

Ganz egal aus welcher Fachrichtung ein Unternehmensberater kommt, ob er bzw. sie Quereinsteiger ist oder sich speziell während seiner Ausbildung auf die spätere Laufbahn als Consultant vorbereitet hat, immer wird es so sein, dass er bzw. sie profunde Kenntnisse über die Struktur eines Unternehmens und das Umfeld der Firma haben muss.

Daher sind allgemeine Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und der Volkswirtschaftslehre unbedingte Voraussetzung für eine sinnvolle Beratungsleistung. Ganz gleich um welches Unternehmen es sich handelt, einige funktionale Strukturen finden sich in jedem kleinen, mittleren und großen Betrieb wieder. Dazu zählen etwa die Materialwirtschaft, Logistik und Produktionswirtschaft, aber ebenso Marketing, Unternehmenskommunikation und Absatzwirtschaft, Finanzwesen mit Risikomanagement,
Finanzierung und Investition, das interne Rechnungswesen mit der Kostenrechnung und dem Controlling, die betriebswirtschaftliche Steuerlehre und das Revisions- und Treuhandwesen als Teil der Wirtschaftsprüfung, das Personalwesen, Organisationslehre, Innovations- und Technologiemanagement, Wissensmanagement, Umweltmanagement und Internationale Betriebswirtschaftslehre um nur einige Stichpunkte zu nennen.

Aber nicht nur was das zu beratende Unternehmen anbelangt sind betriebswirtschaftliche Kenntnisse vonnöten. Auch der Berater selbst ist in der Regel Unternehmer und muss die Akquisition / Kontaktaufnahme, die Angebotserstellung, die Projektplanung und Betreuung sowie den Abschluss beherrschen und sich in Analysetechniken und Kreativitätstechniken heimisch fühlen. Kurzum er muss selbst unternehmerisch denken und handeln können, also sozusagen das Wissen auf sein eigenes Unternehmen anwenden können.

Immer bedeutsamer ist in Zeiten gesättigter Märkte außerdem das Verständnis für die Marktgegebenheit und das Marktumfeld. Hierzu zählt unter anderem eine Konkurrenzanalyse und Wettbewerbsanalyse, was unmittelbar auch gesamtwirtschaftliche Problemkonstellationen tangiert. Nun sind wir also im volkswirtschaftlichen Kontext angelangt, welcher ebenfalls einen Schwerpunkt in der Wissensbasis eines jeden Unternehmensberaters bilden sollte. Denn jene sollte verstehen, welche Zusammenhänge zwischen makroökonomischen Größen wie dem Bruttoinlandsprodukt, der Inflation, der Arbeitslosenquote, der Binnennachfrage und dem Export, der Verschuldung und des Wirtschaftswachstums bestehen und zudem müssen auch außenwirtschaftliche Kenngrößen wie Abwertung, Aufwertung, Wechselkurs, Devisenkurs und ähnliches durchdrungen werden.

Wenngleich es sich hier bewusst nur um Grundlagen handelt, so müssen diese Themenfelder gegebenenfalls individuell vertieft werden, um einzelnen Problemstellungen gerecht zu werden. In vielen Fällen reicht es nämlich gerade nicht aus, nur grundlegendes Verständnis vorzuweisen.

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