Die gute Botschaft für Inhaber geführte Unternehmen lautet: Es gibt gute und langjährige Erfolgsstorys dieses Unternehmenstyps. Sie erwirtschaften rund zwei Drittel des BSP.
Die Stärke dieses Unternehmen liegt in der Regel darin, das

  • sie nicht dem Wohl und Weh der Finanzanalysten unterliegen
  • sie sind nicht primär an der Steigerung des Gewinns orientiert.
  • sie schauen auf ihre Kunden und die Konkurrenten
  • Sie sind meistens sehr gut spezialisiert.
  • Viele sind auf ihrem Gebiet führend.
  • Sie sind im Hinblick auf Service, Qualität und Kundenorientierung weit vorne.
  • Sie möchten Werte schaffen und hinterlassen.

Diese Qualität zu erhalten oder anzustreben und umzusetzen, ist in der überwiegenden Zahl dieses Unternehmenstyps der Hauptwunsch. Damit das gelingt, muss die Kreditaufnahme gering gehalten und die Liquidität eines der obersten Ziele werden. Verschaffen Sie sich den nötigen Freiraum von Fremdkapital.

Insbesondere der Aspekt, dass Liquidität vor Rentabilität dabei der wesentliche Trumpf ist, muss für diese Strategie in den Fokus geraten.

In vielen Kleinen Unternehmen fehlt aber auch hierzu der Überblick oder das Verständnis für den Unterschied von Liquidität, Rentabilität, Einnahmen, Aufwand, Kosten Erlöse. Also all die zentralen Aspekte, die man für die Umsetzung einer wertorientierten Unternehmensführung kennen muss. Geldressourcen zu schaffen, Fachpersonal zu finden und Vertriebswege aufbauen sind dann dabei die größten Hürden.

Verschaffen Sie sich also ein gutes Verständnis der finanziellen Grundlagen und Rahmenbedingungen Ihres Unternehmens. Verlassen Sie sich nicht allein auf die monatliche BWA. Setzen sie sich zu den Kunden, Qualitäts- und Innovationszielen auch finanzielle Ziele. Das finanzielle Polster gibt Ihnen den Rückhalt, den Sie für die Wertsteigerung Ihres Unternehmens benötigen.

Autor: P. H. Schwan