Heimische Stahlindustrie schmiedet Pläne für gemeinsame Rohstoffversorgung

Stuttgart – Es wäre ein Novum in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Erstmals denken deutsche Manager unter der Führung von ThyssenKrupp Chef Ekkehard Schulz offenbar darüber nach, gemeinsam eine firmenübergreifende Gesellschaft zu gründen mit der die Beschaffung von Rohstoffen und die Ersteigerung von Schürfrechten etwa in Afrika abgewickelt werden soll.

Hintergrund ist die Sicherung der Rohstoffmärkte für deutsche und europäische Firmen. Vor allem die Stahlbranche ächzt derzeit unter den stark gestiegenen Rohstoffpreisen. Allein die drei großen Erzlieferanten Vale, BHP und Rio Tinto haben innerhalb von drei Monaten ihre Preise um mehr als 90 Prozent erhöht. Besonders dramatisch daran ist, dass die Preise nunmehr alle drei Monate neu angepasst werden und nicht mehr wie früher jährlich vereinbart werden.

Inwiefern die Pläne einer gemeinsamen Gesellschaft in Form einer „Deutsche Rohstoff AG“ real werden, kann derzeit kaum abgeschätzt werden. Schulz geht jedoch davon aus, dass noch mindestens ein Jahr vergehen wird, bis die Pläne in die Tat umgesetzt werden können.

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