Griechische Arbeitslosenquote steigt dramatisch

München – Erst wenige Monate ist es her, da stand Griechenland vor dem finanziellen Aus. Trotz massiver Hilfen der starken EU Partner wie etwa Deutschland verschlechtert sich die Lage in Griechenland jedoch in den letzten Wochen dramatisch. Ein Kennzeichen hierfür ist die Arbeitslosenquote.

Dass es um die griechische Wirtschaft nicht zum Besten bestellt ist, war hinlänglich bekannt. Neue Zahlen lassen jedoch nichts gutes erwarten. So erhöhte sich die Arbeitslosenquote innerhalb eines Jahres um mehr als 3 Prozent auf 12,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 9 Prozent. Und die Gewerkschaft des privaten Sektors (GSEE) rechnet sogar damit, dass bis zum Jahresende es in Griechenland sogar 20 Prozent Arbeitslose geben könnte.
Die Ursachen scheinen auf der Hand zu liegen. Einerseits wurden die indirekten Steuern mehrfach erhöht, die Mehrwertsteuer erhöhte sich von 19 Prozent auf 23 Prozent und Gehälter Pensionen und Renten wurden drastisch gekürzt. Damit ging auch die private Konsumnachfrage deutlich zurück, was nun als ein Faktor für die schwache Arbeitsnachfrage ausgemacht wird.

Andererseits dürfte die Neuverschuldung dennoch höher ausfallen als zunächst mit der Europäischen Union (EU) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbart wurde. Das Defizitziel von 8,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) wird wohl überschritten werden, so der griechische Premierminister Giorgos Papandreou auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Athen.
Laut EU-Statistikbehörde Eurostat wurde bislang von einem Defizit von 13,6 Prozent ausgegangen, nun soll die Zahl auf wahrscheinlich mehr als 15 Prozent angehoben werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert