Berlin – Noch nie war der Preis für eine Feinunze Gold in US-Dollar höher. Am Montag erreichte der Goldpreis die magische Marke von 1400 Dollar je Feinunze. Damit wurde der Höhepunkt der letzte Woche nochmals übertroffen. Und ein Ende ist nicht in Sicht.
Ursache für den anhaltenden Höhenflug ist die deutliche Erhöhung der Geldmenge der US-amerikanischen Notenbank FED. Diese hatte am letzten Mittwoch beschlossen, Staatsanleihen im Volumen von 600 Milliarden US-Dollar aufzukaufen. Die Folge dieser Liquiditätsausweitung ist eine Welle der Befürchtungen, angefangen mit einer neuen Wirtschaftsblase bis hin zu einer hohen Inflation. Konsequenterweise flüchten immer mehr institutionelle und Privatanleger sich in Edelmetalle, und hier vor allem in Gold.
Aber nicht nur die amerikanische Wirtschaft bereitet den Analysten Sorgen. Viele sehen auch in der angespannten Schuldensituation mancher europäischer Staaten ein hohes Risikopotential. Hier wird immer wieder vor allem Irland und Spanien genannt, die zudem beide mit einer erheblichen Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben.
