Erstaunlich wenig Bewegung beim Heizölpreis

Dass Rohstoffe immer knapper werden ist eine Binsenweißheit, die kaum einem Marktbeobachter entgehen dürfte. Seien es Gold, Silber, Paladium oder andere Edelmetalle, seien es Lebensmittelrohstoffe wie Weizen oder Roggen – überall wurden in den letzten Monaten deutliche Preiszunahmen beobachtet. Einzig das Heizöl macht hierbei eine erstaunliche Ausnahme. Obwohl die deutsche Wirtschaft brummt und die Auftragslage als insgesamt gut eingeschätzt wird, hat sich der Heizölpreis kaum in den letzten Monaten geändert. Anfang November lag er auf dem gleichen Niveau wie zu Beginn des Frühjahresmonats April. Wenngleich auch der Rohölpreis auf ein Sechs-Monats-Hoch gestiegen ist, so wird dennoch nicht von Analysten erwartet, dass es zu einem deutlichen Preisschub bei Heizöl kommt. Umso erstaunlicher ist diese Entwicklung, da der herannahende Winter dazu verleiten dürfte, die Heizölreserven wieder aufzufüllen.

Eine Ursache der relativ stabilen Heizölpreise dürfte der schwache US-Dollar sein. Zwar werden die Kontrakte für Heizöl meist schon in Euro gehandelt, aber generell ist der Einfluss des Dollars bedeutsam, und sei es auch nur als Spekulationsgründen. Zudem ließ der saudische Ölminister verlauten, dass Saudi-Arabien genügend Rohöl für die kommenden 80 Jahre habe. Was von dieser Aussage zu halten, wird sich zwar noch zeigen müssen, aber derzeit dringt die OPEC kaum auf eine weitere Verknappung des Angebots, so dass auch hier der Preis nicht nicht allzu stark anziehen dürfte. Für Verbraucher ist die derzeitige Lage eher schwierig. So manches spricht dafür, dass ein Abwarten beim Heizöleinkauf ratsam ist, doch ob der Heizölpreis mittelfristig deutlich unter 68 Cent pro Liter fallen dürfte, ist eher unwahrscheinlich.

1 Kommentar

  1. Es stimmt, dass geringe Schwankungen beim Heizölpreis eher die Ausnahme sind. Ich finde es sehr interessant, welche Einflüsse die Ölpreise nach oben beziehungsweise nach unten treiben. Ob man sein Heizöl günstig erhält oder nicht, hängt unter anderem davon ab, an welchem Datum man es kauft. Auf Dauer lohnt es sich durchaus, die Heizölpreise zu vergleichen.

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